…Kiel – Klaipeda…

…den Campingplatz müssen wir früh räumen und so vertreiben wir uns die Zeit am Strand…

…schön ist es hier und das Wetter ist uns wohlgesonnen…

…am Nachmittag brechen wir dann auf Richtung Fähranleger… gerade einmal 20 Minuten brauchen wir bis zum Hafen in Kiel… ich bin etwas nervös muß ich gestehen…

…der Check in läuft schnell und reibungslos und so stehen wir in der Schlange am Fähranleger… wir überlegen was wir alles brauchen an Bord und was nicht… soweit ich weiß dürfen wir nämlich nicht mehr ans Auto während der Überfahrt…

…die LKW fahren nach und nach Richtung Fähre…

…und es zieht sich…

…wir stehen nun seit drei Stunden hier und warten um endlich auch auf das Schiff zu dürfen…

…tatsächlich schiebt sogar jemand sein Auto auf die Fähre…

…wir sind die Letzen die auf die Fähre dürfen…

…es ist alles aufregend aber irgendwie schaffen wir es dann endlich zur Kabine…

…da wir gleich ablegen verabschiede ich mich nun ins Off bis morgen Abend sind wir auf See ❤

…Kiel…

…vor dem Duschhaus darf man am Morgen Schlange stehen… genau mein Ding, wenn ich noch garnicht richtig wach bin…

…mir gefällt es hier nicht… es ist genau DAS was wir nicht wollten diesen Sommer… Urlaub auf einem ausgebuchten deutschen Campingplatz… ich möchte hier weg…

…es ist eng…

…es ist laut…

…es ist voll…

…da heute Sonntag ist, hoffe ich darauf, dass es sich gleich ein wenig lichtet und ein paar Wochenendurlauber wieder heim müssen… wir werden sehen… neben uns jedenfalls wird schon fleißig gepackt…

…da es gestern schmerzhaft quietschte müssen wir uns heute morgen zu allererst mal um den Keilriemen kümmern… der ist zwar neu aber offenbar zu lose…

…das Ganze gestaltet sich etwas kompliziert aber schlußendlich gewinnen wir den Kampf gegen den zu lockeren Riemen…

…zur Belohnung gibt es Matjesbrötchen im Hafen und wir nehmen den Boot-Bus nach Kiel… wir sind begeistert… zu den Preisen kann man bei uns nicht Bus fahren… und schon garnicht mit so schöner Aussicht…

…ein wenig wandern wir durch Kiel aber so wirklich spannend finden wir es hier nicht in der Altstadt… dann sind Hunger und Durst doch größer…

…danach verschlägt es uns wieder zum Fähranleger, wo gerade die Stena Line ausläuft… beeindruckend die Größe dieses Gefährts…

…der kleine Kahn links daneben ist übrigens die Fähre, die uns morgen Abend transportiert…

…dann geht es auch schon zurück über die Förde…

…und dann ist da diese alte Frau mit ihrem Kater auf dem Anleger… der Kater maunzt mit dunkler Stimme zur Begrüßung… ich setze mich zu ihm auf den Boden und er beäugt mich argwöhnisch… die alte Frau lächelt und nimmt ihn auf den Schoß!

Schön!!!

…unser Rückweg führt uns über die Strandpromenade von Heikendorf recht schnell zurück zum Campingplatz… wirklich leerer ist es hier allerdings nicht geworden… schade……….

…Alles in Allem ein irgendwie seltsamer und schöner Tag… viele interessante alte Menschen haben wir heute getroffen… und heute vor vier Jahren ist mein Großvater gestorben… morgen brechen wir auf in das Land wo er geboren wurde…

…mit Wein und Fernweh genießen wir den letzten Sonnenuntergang in Deutschland vorerst…

…Reisetag… Celle – Kiel…

…die Nacht ist kurz und so sind wir früh unterwegs… es wird schnell gespült und dann geht es ab durch Wälder und Wiesen in Richtung Küste…

…und offensichtlich sind wir mal wieder die Langsamsten hier…

…die Mittagspause verbringen wir an der schönen Elbe in Lauenburg bei bestem Wetter…

…irgendwie zieht sich die Strecke heute ziemlich, was vielleicht auch daran liegt, dass alles gleich aussieht… wir sind jedenfalls gut eine Stunde vor Ziel eigentlich erledigt und haben keine Lust mehr… das nützt natürlich überhaupt nichts und so tuckern wir weiter gen Kiel…

…es zieht sich…

…und zieht sich…

…irgendwann dann, sind wir endlich da…

…der Edeka an dem wir kurz halten ist sowas von groß, dass ich völlig den Überblick verliere… schlußendlich bekomme ich aber doch so ungefähr das, was ich haben wollte…

…die Anfahrt zum Campingplatz gestaltet sich schwierig… ein enger Schotterweg führt hinab an die kieler Förde…

…immer enger…

…und dann stehen wir in einer Sackgasse, zum Glück ist am Ende etwas Platz zum Wenden…

…also zurück über den Schotterweg… diesmal bergauf… nicht schön…

…der „richtige“ Weg zum Platz ist nicht unbedingt breiter und besser zu befahren aber wir kommen endlich an… der Platz ist gerammelt voll und der Empfang am Platz genervt… nun ja… nicht das beste Bild auf den ersten Eindruck… aber so ist es nun bis Montag… in zweiter Reihe fehlt auch die Sicht auf die Förde…

…aber vielleicht werden wir ja doch noch positiv überrascht…

…Füße in die Ostsee geht jedenfalls…

…auch der Sonnenuntergang kann echt was…

…und dann kommt SIE um die Ecke… die Victoria Seaways… übermorgen sind wir ihre Gäste… ich bin schon ganz aufgeregt…

…Startschuß…

…den Streckenverlust von gestern gilt es wieder aufzuholen… die Nacht endet früh und der Rest wird verladen… dann ab zur Klinik…

…ich kaufe noch ein paar Kleinigkeiten ein und warte…

…warte, dass es endlich los gehen kann…

…fast 400km gilt es heute noch zu fahren… das mag nicht viel klingen aber mit einem voll beladenen 75PS Wohnmobil rechnen wir mit mindestens 6 Stunden ohne Stau…

…und wie sollte es anders sein… nach 50km der erste Toilettenstop… dann Stau…

…so stauen wir uns gemütlich an Schwerte vorbei… etwa eine halbe Stunde kostet uns die Baustellen Sightseeingtour mit großen Bohrern und Stop and Go…

…Riga-CAT macht es sich vorn bei uns bequem, wir träumen unterdes von eventuellen, zukünftigen Wohnmobillösungen… sehr individuell darf es ruhig sein und träumen wird erlaubt sein… vorerst hat unser Pedro aber wohl noch einige seiner besten Jahre vor sich…

…in Celle angekommen gibt es das erste Urlaubs Getränk…

…gegessen wird an der Aller mit nettem Besuch…

…wir stehen gut und in Ruhe auf einem großen Platz unweit der Altstadt… wunderbar für die erste Nacht…

…wir sitzen noch lange draußen mit Wein und Sonnenuntergang… es hätte uns wahrlich schlimmer treffen können… ein guter Tag 1 im Urlaub!

…Verzögerungstaktik…

…der Kühlschrank ist genauso voll wie das Getränkelager… die Klamotten gewaschen und gefaltet im Staufach… Herr Pedro ist piekfein geputzt, innen wie außen und eigentlich sollte es heute los gehen…

…aber wie das Leben manchmal so spielt hält uns ein Arzttermin am morgigen Vormittag vom Aufbruch ab…

…na sei‘s drum… wird die Tour am Freitag eben etwas länger aber dann ist URLAUB… die Katze schaut drein als wäre sie nicht so begeistert…

…der Garten ist vorerst abgeerntet und das Gemüse eingelegt… noch schnell das ein oder andere gesät, damit es wachsen kann während wir unterwegs sind…

…auf speziellen Wunsch des Kindes muß auch noch ein Kirschkuchen her, als Proviant für die Fahrt…

…die Katze fährt offenbar nun wohl auch in Urlaub… die Frage ist nur… WOHIN???

…während das Kind die letzten Stunden mit seinem Laptop genießt… der darf nämlich nicht mit in den Urlaub…

…nachdem wir nun doch wieder den ganzen Tag am Wohnmobil gewerkelt und noch ein paar Modifizierungen vorgenommen haben, steht er nun dort und wartet auf morgen früh… wir auch… also warten…

…ungeduldig…

…zum Abschluss gibt es noch ein Steak vom Grill… aber auch DAS oder der Wein können unsere Ungeduld nicht mildern… die Nacht wird sicher unruhig…

…Probefahrt mit Hindernissen…

…Bordbatterie… Motoraufhängung… Ventildeckeldichtung… in 11 Tagen geht es los in den Urlaub…

Alles neu! Das schreit natürlich nach einer Probefahrt… oder wir nach einer Ausrede um wieder weg zu fahren übers Wochenende statt am Bad zu arbeiten…

Wie dem auch sei…

…wir stehen in Rech an der Ahr auf einem Stellplatz etwas abseits des ganzen Trubels… gegessen wird abends im Bahnsteig 1 in Mayschoß und wie immer ist das Essen sensationell… da vergessen wir auch fast wieder dass wir beim letzten Mal etwas unwirsch abgewimmelt wurden da wir nicht reserviert hatten…

…wir sitzen noch recht lange draußen und so werden wir morgens vom Platzwart aus dem Schlaf gerissen…

…man hängt die Standgebühr hier an die Tür, wenn man nicht wach gemacht werden möchte… gut… wieder etwas gelernt…

…ich schlafe einfach weiter, da es draußen ohnehin regnet und das prasseln auf dem Dach des Wohnmobils das Bett nur noch gemütlicher macht…

…das Wetter bessert sich schnell und wir können wieder draußen sitzen…

…wir wundern uns über die offenbar gefährlichen Kinder hier in der Gegend… wir sind allerdings nochmal glimpflich davon gekommen, uns hat Keines angegriffen…

…wir fahren mit dem Zug zurück zum Stellplatz, wo wir feststellen, dass der Kühlschrank aus ist… wunderbar… warmer Weißwein und Reparaturarbeiten… der Kühlschrank scheint nicht zu kühlen obwohl er definitiv an ist… das ist garnicht gut… wir wollen doch in 11 Tagen los in den Urlaub…

…nach ein wenig Recherche im Netz haben wir zumindest ein paar Lösungsansätze und somit noch genug Arbeit an einem eigentlich faulen Sonntag…

…der Brenner scheint wohl verdreckt zu sein, denn auf der Rückfahrt kühlt der Kühlschrank brav auf 12V… immerhin etwas, denn wenn man einen Fehler erstmal gefunden hat, dann lässt er sich auch beheben…

…jedenfalls haben wir noch satt und genug zu tuen bis wir los können in den Urlaub… der Verschluss am Badschrank ist gebrochen und will getauscht werden, der Kühlschrank repariert, ein Kraftstoffschlauch gewechselt, der Keilriemen gespannt usw… vom Hausputz und Einkauf mal ganz abgesehen…

…quer waldein…

…der letzte Wein des Vorabends liegt mit noch schwer im Kopf und es ist fast Mittag als endlich aus dem Bett kommen… doch all das wir gelinde ignoriert und wir machen uns auf in den schönen Pfälzer Wald…

…ein strammer Marsch liegt vor uns… denn bis zum Tierpark sind es immerhin 8 km leicht bergauf…

…immer am Mußbach entlang zur Freude des Kindes, welches tatsächlich sogar trocken beleibt…

…die Sommerrodelbahn und sämtliche andere Attraktionen im Tierpark sind leider geschlossen und so bleibt die Entenfamilie das Highlight an diesem Tag

…durch den Park ist es auch noch ein ganzes Stück… so dass wir am Ende des Tages 20 km verzeichnen können, die wir zu Fuß zurück gelegt haben…

…zugegeben wir sind alle drei ganz schön platt als wir nach einem langen langen Rag endlich unser Wohnmobil erreichen…

…für heute haben wir fertig… jetzt werden nur noch Füße hochgelegt und Wein getrunken…

…Endlich…

…endlich sind wir wieder unterwegs… endlich geht das wieder… endlich rollt unser Pedro wieder vom Hof… 275 km… die A61 runter bis an die Weinstraße… endlich… endlich stehen wir wieder im Wingert unseres Winzers… keine Nachbarn… kein überfüllter Campingplatz… Ruhe…

…nach einem kurzen Abstecher zum Supermarkt geht es los… mit dem Fahrrad quer (Wein)Feld ein…

…sogar die Weinlagen unseres Winzers sehen wir auf dem Weg…

…die Aussicht hier ist atemberaubend… Wein soweit das Auge reicht…

…immer höher und höher in Richtung Wachtenburg…

…wir nehmen die falsche Abzweigung… es geht höher und höher… immer weiter…

…durch Wald über Schotterpisten… immer steiler… das Kind ist entnervt… ich auch… und noch höher… noch mehr Schotter… und so weiter… und so weiter…

…irgendwann liegt endlich die Wachtenburg vor uns… geschafft!!!

…wir haben Hunger und Durst…

…und dann DAS ! ! !

…es ist wirklich nicht zu fassen… das Kind ist völlig fertig… es ist geschlossen!!!

…also wieder bergab und bergauf und bergab und bergauf…

…endlich gelangen wir zur Waldschänke und bekommen ein paar Würstchen und Weinschorle… der Tag ist gerettet…

…noch in der Waldschänke reservieren wir einen Tisch für den Abend in Wohnmobilnähe… und machen uns dann hurtig auf den Rückweg…

…endlich endlich kommen wir zurück zum Wohnmobil nach sinnlosen Umwegen und Verirrungen…

…kurz frisch machen und dann gehen wir essen…

…das Spargelschnitzel gibt es nicht als Kinderportion… da habe ich wenig Verständnis für… Kundenservice ist etwas anderes… nun gut… dann werden wir uns die Reste wohl einpacken lassen für morgen Mittag…

…hab ich gedacht… ABER… alle Teller sind leer…

…die nächste große Reise…

…heute ist Freitag der 13.03.2020… in ganz Deutschland werden Schulen und Kitas geschlossen… erstmal bis zum Ende der Osterferien…

…17.03.2020 es wird eine Reisewarnung des auswärtigen Amtes für die ganze Welt ausgesprochen… Ernüchterung macht sich breit… wir werden nicht fliegen können…

…18.03.2020… ich bin traurig und lenke mich ab… in den nächsten Tagen müssen wir uns um die Stornierungen kümmern und schauen ob und wie viel Geld wir erstattet bekommen… derweil nimmt der Wahnsinn vor der Haustüre seinen Lauf… der Schornsteinfeger hat Angst noch zu arbeiten bei so viel Kundenkontakt und ich muß noch zum Supermarkt, gespannt was mich heute dort erwarten wird…

…19.03.2020… Ich setze mich an den Schreibtisch und fange an die Unterkünfte für den Urlaub zu stornieren… mir kommen die Tränen bei den Bildern von weißen Stränden und Palmen… Dinge die ich nun nicht sehen darf… das Kind tröstet mich und sagt mir, dass es wichtigere Dinge gibt als das… wie recht er hat!

…am Nachmittag fahren wir zum Baumarkt und vor der drohenden Ausgangssperre oder was auch immer da kommen mag, wenigstens noch die Materialien zu holen, die wir für das Badezimmer brauchen… auch hier ist alles ungewohnt…

…20.03.2020… der Schulunterricht zuhause spielt sich langsam ein und es wird nur noch unter 30 Minuten über die Sinnhaftigkeit des kleinen Einmaleins diskutiert…. ein Vorteil ganz klarer Vorteil des Homeschoolings allerdings sind HotDogs zum Mittagessen…

…der Wahnsinn vor der Haustüre hingegen nimmt weiter zu… man kann im Supermarkt nicht mehr einfach kaufen was man haben möchte, man kauft was gerade da ist… eine Situation an die man sich zugegebener Maßen auch erstmal gewöhnen muß… und auch wenn ich einkaufen schon immer gehasst habe, derzeit fahre ich wirklich nur, wenn es unbedingt sein muß… ich finde es schlichtweg gruselig…

…21.03.2020… wenn man schon nicht raus soll so kann man sich wenigstens sinnvoll beschäftigen… an Arbeit mangelt es uns ja definitiv nicht…

…22.03.2020… in Deutschland herrscht jetzt eine Kontaktsperre… nun gut… so befremdlich das auch sein mag… zumindest darf man noch raus an die frische Luft…

…29.03.2020… es ist und bleibt surreal und nicht greifbar was da gerade vor sich geht in der Welt… Grenzen sind geschlossen und Flugzeuge bleiben am Boden… wenn man nachts wach wird und realisiert, dass das ganze kein schlechter Traum war raubt es einem den Schlaf… Tag für Tag… wir haben mehr als genug um die Ohren um nicht andauernd drüber nachzudenken, ja im Grunde ist unser Tagesablauf sogar sehr stringent…

…und wenn dieser abgearbeitet ist wartet die Baustelle auf uns…

…so kommen wir zumindest hier gut voran… Stück für Stück… und bald kann man schon erahnen, dass hier tatsächlich wieder ein Badezimmer entsteht…

…09.04.2020… es sind Osterferien in NRW und das ganze Land erstrahlt in schönstem Frühlingswetter… wir sitzen im Hof, in dem traurig in der Ecke das Wohnmobil steht und nicht bewegt werden darf…

…wir bauen Insektenhotels in Massenproduktion und versuchen uns die Zeit so schön wie möglich zu machen… was nützt es schon Trübsal zu blasen…

…dann ist es soweit… es ist der 10.04.2020… wir sind NICHT mitten in der Nacht mit dem Zug nach Frankfurt gefahren und wir werden gleich auch NICHT in ein Flugzeug steigen… wir werden nicht ans andere Ende der Welt fliegen… keine drei Wochen durch Kuba reisen… nicht morgens wach werden und aus dem Bett auf einen Palmen umsäumten Strand schauen… wir werden keine Pelikane füttern und auch nicht in unseren Hängematten unter einer Palme baumeln… nicht im kristallklaren Meer baden und keinen bunten Fische beobachten… das schmerzt schon sehr am heutigen Morgen… aber das ändert auch nichts und so sollten wir alle versuchen diese Zeit für uns zu nutzen und uns auf die positiven Aspekte zu konzentrieren…

…Heimflug… mit Rückenwind…

…am Abend geht es nach dem wunderbaren Essen furchtbar voll gefressen auf die Reeperbahn zu einer Führung… es ist wirklich sehr kurzweilig und interessant…

…den berühmten Keller der „Ritze“ dürfen wir auch sehen…

…doch die 16km, die wir über den Tag verteilt gelaufen sind machen sich bemerkbar und so geht es nach der Führung ab ins Hotel…

…ein letzter Drink an der Bar und ab ins Bett…

…die Sturmwarnungen werden immer dramatischer…

…aber am Morgen erscheint alles ruhig und sogar die Sonne lässt sich kurz blicken… eilig wird gefrühstückt und gepackt… dann geht es auch schon los zum Bus…

…auf Hamburgs Hauptbahnhof ist es voll… alle scheinen so früh als möglich heim zu wollen…

…der ICE ist pünktlich und so rollen wir entspannt gen Köln…

…“Moin Moin, die Fahrscheine bitte!“… schallt es durch den Zug… es ist schade schon wieder heim zu müssen aber so ist das nun einmal mit Wochenendtrips…

…von Wind ist bisher wenig zu merken aber tatsächlich fallen wohl die ersten Fernzüge aus wie uns die Durchsage im ICE mitteilt… auch in Köln herrscht noch geschäftiges Treiben… noch ist hier nichts zu merken von nahendem Unwetter…

…wir kommen also tatsächlich völlig Störungsfrei bis nach Hause… aber dann geht es richtig los… umgestürzte Bäume… Stromausfälle usw usw… heilfroh, dass wir alle samt zuhause sind harren wir nun der Dinge die da kommen…

…Sturm im Anmarsch…

…der Kopf sticht ein wenig am Morgen, was man getrost dem gestrigen Abend zuschreiben darf… früh schließende Hotelbars und der Mangel an gemütlichen Kneipen im direkten Umfeld des Hotels haben aber wohl das Schlimmste verhindert…

…der Frühstücksraum ist voll heute… es ist Wochenende und im Gegensatz zu gestern herrscht hier geschäftiges Treiben und leichtest Gedrängel am Brötchenregal…

…die Newsblogs sind voll mit dem Sturm und den Viren… nun… vorerst begrüßt uns hier strahlender Sonnenschein…

…an der Außenalster entlang laufen wir in die Stadt… von hier nach dort…

…und von dort nach hier…

…15000 Schritte später landen wir im StrandPauli für das erste Alster des Tages…

…wirklich eine tolle Location… könnte ich mich dran gewöhnen…

…auch im Hafen herrscht geschäftiges Treiben… die kleinen Barkassen schiffen geschäftig Menschentrauben von A nach B oder auch im Kreis… die Geschichte des Hamburger Hafens im Schnelldurchgang für 20 Euro… x mal am Tag… die gleichen Worte, neue Menschentraube… und immer schön freundlich bitte… individuell wirkende Massenabfertigung… Tag ein Tag aus…

…die Möwe landet nicht auf dem Kamin, denn dieser wird nun in geheizt für den herannahenden Ansturm von Gästen am Samstag Abend…

…dann geht es in den Untergrund… der alte Elbtunnel bei St.Pauli wurde 1911 eröffnet und dient heute wohl eher als Touristenattraktion…

…danach geht es zurück ins Hotel etwas abseits der Innenstadt wo, wie in Randbezirken üblich, oft nicht alles schön ist…

…Abendessen mit der ganzen Gruppe von 17 gibt es heute im Elbspeicher… ein wundervoller Ort an einem wundervollen Fleckchen Erde…

…24 000 Schritte bisher und nach dem Essen steht uns noch eine Führung auf St.Pauli…

…Seemannsgarn…

…der Abend endet mit einem überteuerten Drink an der Hotelbar und wird gefolgt von einer unruhigen Nacht… gegenüber vom Aufzug zu schlafen ist nicht wirklich geräuscharm… aber sei’s drum… ich liege schon lange vor dem Wecker wach und überlege was ich heute alles machen möchte…

…das Frühstück im Hotel ist super… schade eigentlich, dass ich nicht wirklich der Frühstücker bin…

…gegen zehn brechen wir auf in die Stadt… zu Fuß heute mal nach dem fetten Fressgelage von gestern Abend…

…der Fußweg und die frische Luft tun gut und wir sind froh uns dazu entschieden zu haben zu Fuß zu gehen…

…wir schlendern durch die wunderschöne Speicherstadt… buntes Treiben an allen Ecken und Enden…

…was genau das ist wenn es fertig ist erschließt sich uns nicht so ganz… fällt wohl in die Kategorie „kann man mal machen… muß man aber nicht“…

…weiter geht es Richtung Michel und in kleine Seitengassen… Hamburg ist schön und an jeder Ecke gibt es wunderbare kleine Details…

…es macht Spaß durch die Straße zu laufen… überall gibt es kleine Läden zu entdecken…

…am Abend geht es dann nach St. Pauli…

…wir lassen den Abend in der heißen Ecke ausklingen… mit Bier und Currywurst…

…noch 64 Tage…

…dann startet der Flieger…

…aber heute startet nur der ICE… einmal quer durch Deutschland…

…immerhin… die Regionalbahn ist recht pünktlich und so haben wir in Köln genug Zeit zum Umsteigen………..

…in Zeiten des Coronavirus kommt es sicher gut in einem überfüllten ICE lauthals die abklingende Bronchitis abzuhusten… dennoch werden wir tatsächlich bis zum Zielbahnhof mitgenommen… auf den Bahnhöfen sieht man Menschen mit Mundschutz… irgendwie ist das schon sehr befremdlich…

…aber wir sind da… in einer der Schönsten unter den großen Städten…

…wir trinken ein paar Bier an der Bar bevor es in die Innenstadt geht…

…da fühlt man sich ja direkt heimisch…

…es ist lang her, dass ich hier war und umso mehr freue ich mich noch einmal hier zu sein…

…Aufgrund von Kälte und Bierdurst kehren wir in die nächstbeste Spelunke ein… hier darf man tatsächlich in Kneipen noch rauchen… seltsam wie ungewohnt einen das mittlerweile vorkommt… man redet darüber wie lang man schon nicht mehr raucht und über die Ausprägung der Entzugserscheinungen…

…wie dem auch sei… wir gehen Essen und dann soll es das für heute auch schon gewesen sein…

…kveðjum…

…es gibt keine Abschiedsnordlichter mehr und die Nacht ist unruhig… zuvielim Kopf über das nachgedacht werden möchte… wir sind früh wach und in der Morgendämmerung (um 9 Uhr) auf dem Weg zum Flughafen…

…2900 km hat der Mietwagen im Kilometerzähler stehen als wir ihn abgeben…

…die Sitzheizung werde ich vermissen… Bratarsch war schön bei dem kalten Wetter… JA, es war kein HILUX aber der Duster hat uns gute Dienste geleistet hier… (für einen speziellen Leser)!

…die Kofferaufkleber kann man hier am Self Service Schalter drucken, doch der Gepäckscanner für die Gepäckaufgabe akzeptiert diese nicht… nun gut… wir sitzen am Flughafen und warten darauf, dass der Gepäckschalter öffnet… es ist kaum zu fassen, dass die zwei Wochen nun schon vorbei sind… ich bin ein wenig traurig nicht noch mehr Ecken dieses schönen Landes erkunden zu können…

…im Duty-free Shop finde ich tatsächlich den Island-Schafwoll-Poncho der mit gestern in der Harpa so gut gefallen hat… hier allerdings um fast ein Drittel günstiger… das schöne Teil reist nun also mit heim…

…der Flieger ist schon in Frankfurt zu spät weg gekommen… wir haben also wohl mehr Zeit als erwartet und kochen daher erstmal Kindersuppe…

…irgendwann kommt dann doch das Flugzeug…

…und Island wird immer kleiner am Horizont…

…aus dem Flugzeug kann man gut erkennen wie viel es in den letzten zwei Wochen hier geschneit hat… das Hochland ist schon komplett weiß…

…an Bord gibt es Pasta und Rotwein… sehr entspannend… und Minecraft fürs Kind…

…es ist dunkel als wir in den Landeanflug gehen und wolkenlos… die Städte am Boden sehen mit ihren Lichtern aus wie riesige, alienhafte Schmarotzerpflanzen… hier allerdings viel dichter wie damals über Brasilien, wo ich die halbe Nacht lang die Lichtpflanzen am Boden beobachtet habe… mal eine hier… mal eine dort… Mitteleuropa gleicht da eher einer Riesenpflanze mit seinen Lichtadern die sich durchs Land ziehen…

…45 Minuten warten auf das Gepäck nervt echt und dann noch ein überfüllter ICE aber wir haben einen Sitzplatz ergattert… dann kommt eine Gruppe die angeblich reserviert hat und wir müssen den Zug verlassen, weil er zu voll ist… der nächste kommt in einer Stunde… ich habe keine Lust mehr…

…wir stehen im Gang gequetscht zwischen Koffern und Kindern mit 8kg Kameraequipment auf dem Rücken… aber wir fahren…

…in Köln ist dann der Anschluß recht pünktlich und zu unsere Überraschung treffen wir noch überraschend Frau Becker mit Juniorbecker, was uns dann sogar (dank Kombi) noch das Taxi erspart… vielen Dank dafür!!!

…pünktlich zur Geisterstunde sind wir dann endlich zuhause… und reicht es dann auch…

…in den nächsten Tagen darf ich ca .1500 Fotos sichten… da freue ich mich riesig drauf…

…þrettánda daginn…

…endlich hat das warten ein Ende und wir sehen sie… die Geburtstagsnordlichter… es ist der Wahnsinn und treibt einem vor Ehrfurcht die Tränen in die Augen… fast eine Stunde dauert das Schauspiel am Himmel… dann wird es wieder dunkel… (das Bild unten ist leider erstmalnur vom Kameradisplay abfotografiert… )

…wir feiern die Nordlichter und den Geburtstag, so dass uns am nächsten Tag ziemlich schlecht ist…

…gegen Mittag raffen wir uns dann auf in den letzten Tag Reykjavik…

…es ist kalt und der Wind macht es noch eisiger…

…die vielen Baustellen in der Stadt reihen sich aneinander… ob Hotels oder Apartments… die Stadt wächst…

…und immer wieder treffen wir auf diese ¿Salatkohls?

…weiß jemand was das ist????

…die Harpa darf natürlich nicht fehlen als eines der berühmtesten Gebäude hier und ich muß sagen… sie ist wirklich beeindruckend..:

…dann noch eine Runde durch den Hafen vorbei an unzähligen Anbietern von Wale-Watching Touren…

…und durch die schönen Straßen in Downtown…

…wärmer wird es nicht und so sind wir zu Sonnenuntergang zurück an unserem süßen Apartment…

…ein doch sehr schöner letzter Tag, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten… wir haben einen schönen Eindruck von Islands Hauptstadt bekommen und sie wirklich ins Herz geschlossen… jetzt warten wir noch auf Abschiedsnordlichter und dann geht es morgen heim…

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