…Heimflug… mit Rückenwind…

…am Abend geht es nach dem wunderbaren Essen furchtbar voll gefressen auf die Reeperbahn zu einer Führung… es ist wirklich sehr kurzweilig und interessant…

…den berühmten Keller der „Ritze“ dürfen wir auch sehen…

…doch die 16km, die wir über den Tag verteilt gelaufen sind machen sich bemerkbar und so geht es nach der Führung ab ins Hotel…

…ein letzter Drink an der Bar und ab ins Bett…

…die Sturmwarnungen werden immer dramatischer…

…aber am Morgen erscheint alles ruhig und sogar die Sonne lässt sich kurz blicken… eilig wird gefrühstückt und gepackt… dann geht es auch schon los zum Bus…

…auf Hamburgs Hauptbahnhof ist es voll… alle scheinen so früh als möglich heim zu wollen…

…der ICE ist pünktlich und so rollen wir entspannt gen Köln…

…“Moin Moin, die Fahrscheine bitte!“… schallt es durch den Zug… es ist schade schon wieder heim zu müssen aber so ist das nun einmal mit Wochenendtrips…

…von Wind ist bisher wenig zu merken aber tatsächlich fallen wohl die ersten Fernzüge aus wie uns die Durchsage im ICE mitteilt… auch in Köln herrscht noch geschäftiges Treiben… noch ist hier nichts zu merken von nahendem Unwetter…

…wir kommen also tatsächlich völlig Störungsfrei bis nach Hause… aber dann geht es richtig los… umgestürzte Bäume… Stromausfälle usw usw… heilfroh, dass wir alle samt zuhause sind harren wir nun der Dinge die da kommen…

…Sturm im Anmarsch…

…der Kopf sticht ein wenig am Morgen, was man getrost dem gestrigen Abend zuschreiben darf… früh schließende Hotelbars und der Mangel an gemütlichen Kneipen im direkten Umfeld des Hotels haben aber wohl das Schlimmste verhindert…

…der Frühstücksraum ist voll heute… es ist Wochenende und im Gegensatz zu gestern herrscht hier geschäftiges Treiben und leichtest Gedrängel am Brötchenregal…

…die Newsblogs sind voll mit dem Sturm und den Viren… nun… vorerst begrüßt uns hier strahlender Sonnenschein…

…an der Außenalster entlang laufen wir in die Stadt… von hier nach dort…

…und von dort nach hier…

…15000 Schritte später landen wir im StrandPauli für das erste Alster des Tages…

…wirklich eine tolle Location… könnte ich mich dran gewöhnen…

…auch im Hafen herrscht geschäftiges Treiben… die kleinen Barkassen schiffen geschäftig Menschentrauben von A nach B oder auch im Kreis… die Geschichte des Hamburger Hafens im Schnelldurchgang für 20 Euro… x mal am Tag… die gleichen Worte, neue Menschentraube… und immer schön freundlich bitte… individuell wirkende Massenabfertigung… Tag ein Tag aus…

…die Möwe landet nicht auf dem Kamin, denn dieser wird nun in geheizt für den herannahenden Ansturm von Gästen am Samstag Abend…

…dann geht es in den Untergrund… der alte Elbtunnel bei St.Pauli wurde 1911 eröffnet und dient heute wohl eher als Touristenattraktion…

…danach geht es zurück ins Hotel etwas abseits der Innenstadt wo, wie in Randbezirken üblich, oft nicht alles schön ist…

…Abendessen mit der ganzen Gruppe von 17 gibt es heute im Elbspeicher… ein wundervoller Ort an einem wundervollen Fleckchen Erde…

…24 000 Schritte bisher und nach dem Essen steht uns noch eine Führung auf St.Pauli…

…Seemannsgarn…

…der Abend endet mit einem überteuerten Drink an der Hotelbar und wird gefolgt von einer unruhigen Nacht… gegenüber vom Aufzug zu schlafen ist nicht wirklich geräuscharm… aber sei’s drum… ich liege schon lange vor dem Wecker wach und überlege was ich heute alles machen möchte…

…das Frühstück im Hotel ist super… schade eigentlich, dass ich nicht wirklich der Frühstücker bin…

…gegen zehn brechen wir auf in die Stadt… zu Fuß heute mal nach dem fetten Fressgelage von gestern Abend…

…der Fußweg und die frische Luft tun gut und wir sind froh uns dazu entschieden zu haben zu Fuß zu gehen…

…wir schlendern durch die wunderschöne Speicherstadt… buntes Treiben an allen Ecken und Enden…

…was genau das ist wenn es fertig ist erschließt sich uns nicht so ganz… fällt wohl in die Kategorie „kann man mal machen… muß man aber nicht“…

…weiter geht es Richtung Michel und in kleine Seitengassen… Hamburg ist schön und an jeder Ecke gibt es wunderbare kleine Details…

…es macht Spaß durch die Straße zu laufen… überall gibt es kleine Läden zu entdecken…

…am Abend geht es dann nach St. Pauli…

…wir lassen den Abend in der heißen Ecke ausklingen… mit Bier und Currywurst…

…noch 64 Tage…

…dann startet der Flieger…

…aber heute startet nur der ICE… einmal quer durch Deutschland…

…immerhin… die Regionalbahn ist recht pünktlich und so haben wir in Köln genug Zeit zum Umsteigen………..

…in Zeiten des Coronavirus kommt es sicher gut in einem überfüllten ICE lauthals die abklingende Bronchitis abzuhusten… dennoch werden wir tatsächlich bis zum Zielbahnhof mitgenommen… auf den Bahnhöfen sieht man Menschen mit Mundschutz… irgendwie ist das schon sehr befremdlich…

…aber wir sind da… in einer der Schönsten unter den großen Städten…

…wir trinken ein paar Bier an der Bar bevor es in die Innenstadt geht…

…da fühlt man sich ja direkt heimisch…

…es ist lang her, dass ich hier war und umso mehr freue ich mich noch einmal hier zu sein…

…Aufgrund von Kälte und Bierdurst kehren wir in die nächstbeste Spelunke ein… hier darf man tatsächlich in Kneipen noch rauchen… seltsam wie ungewohnt einen das mittlerweile vorkommt… man redet darüber wie lang man schon nicht mehr raucht und über die Ausprägung der Entzugserscheinungen…

…wie dem auch sei… wir gehen Essen und dann soll es das für heute auch schon gewesen sein…

…kveðjum…

…es gibt keine Abschiedsnordlichter mehr und die Nacht ist unruhig… zuvielim Kopf über das nachgedacht werden möchte… wir sind früh wach und in der Morgendämmerung (um 9 Uhr) auf dem Weg zum Flughafen…

…2900 km hat der Mietwagen im Kilometerzähler stehen als wir ihn abgeben…

…die Sitzheizung werde ich vermissen… Bratarsch war schön bei dem kalten Wetter… JA, es war kein HILUX aber der Duster hat uns gute Dienste geleistet hier… (für einen speziellen Leser)!

…die Kofferaufkleber kann man hier am Self Service Schalter drucken, doch der Gepäckscanner für die Gepäckaufgabe akzeptiert diese nicht… nun gut… wir sitzen am Flughafen und warten darauf, dass der Gepäckschalter öffnet… es ist kaum zu fassen, dass die zwei Wochen nun schon vorbei sind… ich bin ein wenig traurig nicht noch mehr Ecken dieses schönen Landes erkunden zu können…

…im Duty-free Shop finde ich tatsächlich den Island-Schafwoll-Poncho der mit gestern in der Harpa so gut gefallen hat… hier allerdings um fast ein Drittel günstiger… das schöne Teil reist nun also mit heim…

…der Flieger ist schon in Frankfurt zu spät weg gekommen… wir haben also wohl mehr Zeit als erwartet und kochen daher erstmal Kindersuppe…

…irgendwann kommt dann doch das Flugzeug…

…und Island wird immer kleiner am Horizont…

…aus dem Flugzeug kann man gut erkennen wie viel es in den letzten zwei Wochen hier geschneit hat… das Hochland ist schon komplett weiß…

…an Bord gibt es Pasta und Rotwein… sehr entspannend… und Minecraft fürs Kind…

…es ist dunkel als wir in den Landeanflug gehen und wolkenlos… die Städte am Boden sehen mit ihren Lichtern aus wie riesige, alienhafte Schmarotzerpflanzen… hier allerdings viel dichter wie damals über Brasilien, wo ich die halbe Nacht lang die Lichtpflanzen am Boden beobachtet habe… mal eine hier… mal eine dort… Mitteleuropa gleicht da eher einer Riesenpflanze mit seinen Lichtadern die sich durchs Land ziehen…

…45 Minuten warten auf das Gepäck nervt echt und dann noch ein überfüllter ICE aber wir haben einen Sitzplatz ergattert… dann kommt eine Gruppe die angeblich reserviert hat und wir müssen den Zug verlassen, weil er zu voll ist… der nächste kommt in einer Stunde… ich habe keine Lust mehr…

…wir stehen im Gang gequetscht zwischen Koffern und Kindern mit 8kg Kameraequipment auf dem Rücken… aber wir fahren…

…in Köln ist dann der Anschluß recht pünktlich und zu unsere Überraschung treffen wir noch überraschend Frau Becker mit Juniorbecker, was uns dann sogar (dank Kombi) noch das Taxi erspart… vielen Dank dafür!!!

…pünktlich zur Geisterstunde sind wir dann endlich zuhause… und reicht es dann auch…

…in den nächsten Tagen darf ich ca .1500 Fotos sichten… da freue ich mich riesig drauf…

…þrettánda daginn…

…endlich hat das warten ein Ende und wir sehen sie… die Geburtstagsnordlichter… es ist der Wahnsinn und treibt einem vor Ehrfurcht die Tränen in die Augen… fast eine Stunde dauert das Schauspiel am Himmel… dann wird es wieder dunkel… (das Bild unten ist leider erstmalnur vom Kameradisplay abfotografiert… )

…wir feiern die Nordlichter und den Geburtstag, so dass uns am nächsten Tag ziemlich schlecht ist…

…gegen Mittag raffen wir uns dann auf in den letzten Tag Reykjavik…

…es ist kalt und der Wind macht es noch eisiger…

…die vielen Baustellen in der Stadt reihen sich aneinander… ob Hotels oder Apartments… die Stadt wächst…

…und immer wieder treffen wir auf diese ¿Salatkohls?

…weiß jemand was das ist????

…die Harpa darf natürlich nicht fehlen als eines der berühmtesten Gebäude hier und ich muß sagen… sie ist wirklich beeindruckend..:

…dann noch eine Runde durch den Hafen vorbei an unzähligen Anbietern von Wale-Watching Touren…

…und durch die schönen Straßen in Downtown…

…wärmer wird es nicht und so sind wir zu Sonnenuntergang zurück an unserem süßen Apartment…

…ein doch sehr schöner letzter Tag, wenn auch mit Anlaufschwierigkeiten… wir haben einen schönen Eindruck von Islands Hauptstadt bekommen und sie wirklich ins Herz geschlossen… jetzt warten wir noch auf Abschiedsnordlichter und dann geht es morgen heim…

…tólfta daginn…

…in der Nacht beginnt es auch hier in Reykjavik zu schneien… dennoch ist das Treiben auf den Straßen auch in der Nacht noch zu hören… aber vielleicht sind wir auch so viel Zivilisation einfach nicht mehr gewohnt…

…die ganzen Häuser hier in Island sind sehr interessant gebaut… von Isolierung halten die hier jedenfalls nicht viel… was vermutlich daran liegt, dass Energie hier so gut wie nichts kostet, da sie direkt aus der Erde kommt…

…draußen tobt immer noch Sturm aber wir machen und auf zum Thingvallavatn… der See an dem die Kontinentalplatten auseinander driften… es ist schweinekalt und der Wind bläst so stark, das man tatsächlich kaum voran kommt…

…nein ich heule nicht… das ist der Wind schuld…

…und statt bei diesem Sturm noch zu irgendwelchen Wasserfällen zu fahren machen wir lieber einen Abstecher ins Umland… nach dort wo es brodelt…

…von hier wird heißes Wasser direkt nach Reykjavik befördert… mit schön schwefligem Geruch natürlich…

…Baustellen sind hier auch sehr interessant… da kommt ein Schild das aussagt, auf dem nächsten Kilometer wird gebaut… dann kommt ein Schild, welches aussagt, dass die Bauarbeiten hier beendet sind und dann kommt das:

…man fährt also einfach mitten durch oder so…

…wieder in Reykjavik wärmen wir uns erstmal auf nachdem wir dann auch den Hausschlüssel wieder gefunden haben…

…der Wind fegt immer noch mit 75 km/h und pustet uns in die Innenstadt…

…im drunken Rabbit ist Happy Hour und wir genießen den Sonnenuntergang auf der oberen Etage bevor wir essen gehen…

…das Snaps ist gerammelt voll und wir warten fast eine Stunde auf einen freien Tisch… aber die Muscheln sind super…

…satt und zufrieden gehen wir zurück zur Wohnung…

…ich mag ja Hinterhöfe sehr und so bunt Reykjavik ist… ich mag Hinterhöfe lieber…

…ach ja… es gibt heut Nordlichter (pünktlich zum Geburtstag vom Mann ❤ ) und von daher bin ich jetzt raus und mache Fotos 😛

Gute Nacht…

…ellefta daginn… Reykjavik…

…der Himmel reißt doch noch auf… wir starren raus und warten… nichts… der Wind hingegen ist so heftig, dass das Holzhaus in dem wir hier wohnen heftig wackelt und man fast Angst hat, dass die Scheiben bersten…

…das kleine Erdbeben direkt vor der Haustüre bemerken wir jedenfalls garnicht erst, weil ohnehin alles wackelt und rappelt…

…der Wind hält die ganze Nacht, so dass das Haus am Morgen eisig kalt ist… trotz Heizung…

…nach dem Frühstück geht es für uns auf die Weiterreise und schnurstracks in einen heftigen Sandsturm…

…wir überleben… Sandwürmer scheint es keine zu geben…

…dann wieder Eiswüste…

…wir fahren vorbei an der schlafenden Katla und betrachten sie ehrfürchtig… das Areal ist riesig in dem der Gletscher im ruhenden Vulkankrater liegt und wartet… die Katla ist längst überfällig und brach meist kurz nach ihrem Nachbarn Eyjafjöll aus… Eyjafjallajökull, ihr erinnert euch? Eyjafjallajökull bezeichnet aber eigentlich den Gletscher und nicht den Vulkan…

…und dieser liegt nun auch wieder friedlich im Tiefschlaf hier unter dieser Wolke… als könne ihn kein Wässerchen trüben…

…auf unserem Weg liegen immer wieder hübsche Örtchen wohin wir gern einen Abstecher machen…

…je näher wir Reykjavik kommen desto höher wird die Touristendichte… das gefällt mir nicht… am Skogarfoss fahren wir einfach vorbei, da man von Weitem schon die Busse und Menschenmassen sieht… am Seljalandsfoss ist nicht ganz soviel los aber da er schon vereist ist darf man nicht mehr dahinter laufen… schade…

…in Reykjavik angekommen erwartet uns eine Überraschung… unsere Airbnb Unterkunft ist der HAMMER!!! Wir haben eine ganze Etage eines wundervollen Hauses mit einer riesigen Küche und einem traumhaften Wintergarten… ich bin ganz verliebt…

…wir erkunden ein wenig die Stadt bevor wir es uns in der schönen Wohnung gemütlich machen…

…ein eisiges Hard Rock Café gibt es hier natürlich auch…

…saufende Nager…

…und diesen schönen Kameraden…

…es ist bitterkalt heute und der Wind geht durch… so sind wir alle froh über die Badewanne in der tollen Wohnung… frisch geputzt und satt dank toller Küche sind wir dann jetzt im Sofa-Mood in unserem isländischen Altbauwohnungstraum…

…gute Nacht!

…tíunda daginn…

…es ist sternenklar… die Milchstrasse steht in aller Pracht über uns und immer wieder gibt es Sternschnuppen zu sehen… ein Traum, wenn man auf die Milchstraße aus ist… doch wir warten auf Nordlichter…

…allen Prognosen zum Trotz ist die Sonnenaktivität niedriger denn je und die Wahrscheinlichkeit Nordlichter zu sehen mehr als gering… prima… es ist ja auch nur die erste klare Nacht hier… ernüchternd…

…nicht mal ein Ufo fliegt vorbei oder so… nichts…

…wir sitzen da und starren raus… Stunde um Stunde… es stürmt… wir starren… keine Ufos… keine Nordlichter…

…ich mache unzählige Fotos in alle Himmelsrichtungen… manchmal soll man die Nordlichter, wenn sie recht schwach sind, ja erst auf dem Foto erkennen können…

…aber nein… nichts…

…irgendwann geben wir auf und gehen schlafen… naja… ich versuche es zumindest aber ich bin zu traurig… ich kann nicht schlafen… ich stehe wieder auf und sitze auf dem Sofa bis sich um halb fünf der Himmel zu zieht… Orion wird von Sternschnuppen umtanzt… das ist zumindest ein schwacher Trost… dennoch… ich bin furchtbar enttäuscht…

…ich schlafe vielleicht drei Stunden und dann bin ich wieder traurig… heute Nacht soll es bewölkt sein und danach sind wir in Reykjavik… soviel dann zu den Nordlichtern…

…die Wolkendecke ist wie zu erwarten ziemlich dicht am Morgen…

…in weiten Teilen Island schneit es nun bis hinab an die Küste… hier auch…

…dennoch fahren wir bis Vik und kaufen mir endlich eine neue Mütze…

…Ähm ja… Hochzeitsreise nach Island sind offenbar voll im Trend…

…und wir kommen endlich mal dazu mit einem Lavafeld zu kuscheln… das Moos ist locker 20cm dick… total gemütlich und kuschelig…

…wir fahren vorbei an abgelegenen Farmen…

…eisigen Islandponys…

…und Autofriedhöfen… diese gibt es hier übrigens an jeder Ecke… sehr absonderlich… es wirkt als würden defekte Fahrzeuge einfach an Ort und Stelle stehen gelassen…

…zu Sonnenuntergang sind wir wieder am Haus… doch es zieht sich weiter zu und es gibt wenig Hoffnung auf klaren Himmel… morgen geht es nach Reykjavik und da ist es wohl eh zu hell für Nordlichter… nun zumindest habe ich eine neue Mütze…

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