…es regnet…

…es regnet… es regnet den ganzen Tag…

…die Ponys starren neidisch durchs Fenster herein… ich fühle mich beobachtet…

…und es regnet…

…das Kind niest…

…und es regnet…

…wir beschließen schon ein Stück weit gen Heimat zu fahren… denn den ganzen Tag bei Regen im Wohnmobil zu sitzen macht niemandem wirklich Spaß… auch Pedro nicht, denn der scheint Regen ganz und garnicht zu mögen so wie er qualmt beim Starten…

…und es regnet…

…und wir fahren…

…und es regnet…

…und es staut…

…und regnet…

…und wir fahren über Land weiter…

…und es regnet…

…leben gestaltet sich heute im allgemeinen schwierig… aber was soll’s… ich beschließe mich daran nicht weiter aufzuhalten…

…gegen vier erreichen wir Monreal in der schönen Eifel… und oh Wunder…

…es regnet…

…zumindest haben wir so schon einmal die halbe Strecke hinter uns und wir können Abends im Stellwerk essen… das alte Bahnhofsgebäude von Monreal ist nun ein mit viel Liebe zum Detail eingerichtetes Restaurant… eine tolle Küche und sehr nettes Personal machen allein diese Lokalität schon eine Reise wert…

…morgen geht es heimwärts und dann sind es noch fünf Tage… DANN dürft ihr wirklich wieder mal gespannt sein… WIR sind es auch…

…ach ja… es regnet……….

…Weinlese…

…ist beendet für dieses Jahr… die Trockenheit im Sommer hat allerdings auch hier zu immensen Ernteeinbußen geführt wie man uns berichtet… da sorgen sich die Winzer auch schon mal um ihr Auskommen übers Jahr…

…Betrieb ist hier hingegen noch satt und genug… die Ernte ist eingefahren und es gibt neue Weine… feuchtfröhlich beginnt man hier den Tag…

…so kommt es, dass wir am Abend erst im dritten Restaurant einen Platz bekommen können… aber sei’s drum…

…ein bisschen wandern im Ort tut uns allen gut und zumindest trocken ist es heute, wenn auch nicht sonderlich warm…

…es ist wunderschön verträumt hier in der Pfalz… die ganzen kleinen Gassen und Eckchen… verträumten Höfe und alten Fachwerkhäusern erzählen Geschichten aus längst vergangener Zeit… wunderbar… an jedem Eck erwartet man Hänsel und Gretel, die eine Hexe in den Ofen schieben wollen… das Kind meint die Hexe sei dabei verstorben… der Ansicht bin ICH nicht…

…Neustadt…

…die Nacht endet um acht… das reimt sich… und was sich reimt ist gut…

…nur leider gelogen, denn ich bin schon um fünf wach und bekomme kein Auge mehr zu…

…der Tag beginnt ähnlich mies mit Zank und Ärger…

…nun was soll’s… auch ohne Frühstück kann man nach Neustadt fahren… und das tun wir auch… dort ist Weinfest…

…wir haben Spaß… das Kind hat Spaß… wir übertreiben und es gibt heut keinen Blog, weil ich besser schlafen gehe… am nächste morgen bin ich gedampfwalzt… sterbe vor mich hin und höre Lästerreien… nun… sei’s drum…

…gegen Mittag erstehe ich von den Toten auf und wir wandern zur Loganlage für perfektes Schnitzel und Bratkartoffeln… wunderbar…

…trotz Allem… wirklich fit werden wir/ich heute nicht… wir sammeln Esskastanien und verkrümeln uns früh ins Wohnmobil um Selbige zu rösten… auch so ein Tag muß mal sein…

…ein Dach über dem Kopf…

…hat unser Pedro nun endlich… damit er nicht friert und nass wird in Herbst und Winter…

…ein gutes Stück Arbeit aber das hat sich wohl gelohnt…die Füße und Knie und Schultern tun weh aber der Pedro steht nun sicher und trocken…

…erstmal machen wir aber nun nach vielen Wochen nochmal eine Tour…

…ein paar Tage Auszeit kommen auch gerade recht nach dem Stress der letzen Zeit…

…so verlassen wir also den Hof und den kuscheligen Stellplatz am Nachmittag und rollen die A61 hinunter in Richtung Neustadt…

…der Verkehr und das Wetter sind uns gut gesonnen, so daß wir gut voran kommen und gehen halb sieben auf der kleinen Wiese mitten im Wingert der Estelmanns einparken können… nach kleineren Problemen mit dem Stromanschluß stehen wir dann doch nun gut versorgt irgendwo im Nirgendwo…

…und wo es bei uns schon mächtig herbstet, ist hier noch alles satt grün… erstaunlich…

…heute machen wir allerdings nicht mehr viel… der Tag war lang, das Essen lecker und der Wein sorgt für die nötige Bettschwere…

…KM 3791 – 4052… back home again…

…nachdem die Waschbären ihre Randale beendet haben und uns auch das große schwarze Monster nicht gefressen hat fallen wir müde ins Bett… der Tag war anstrengend und der morgige wird es auch…

… wir schlafen aus und packen in Ruhe zusammen… dann geht es los in Richtung Heimat… nach 3,5 Wochen und 4000 km… ich bin mächtig stolz auf unseren Pedro, der uns quasi ohne Mucken den ganzen Weg getragen und behütet hat… keine Ausfälle keine Pannen… lediglich ein paar schnell zu behebende Kleinigkeiten…

…eine tolle Tour war das und wir hatten Glück… mit allem eigentlich… mit dem Wetter… den Campingplätzen… den Menschen… und natürlich mit dem tollsten Wohnmobil ever…

…angefangen am Möhnesee… dicht an dicht…

…über Celle an die Müritz…

…auf den polnischen Inselcampingplatz Inter Nos…

…nach Marienburg…

…durch Kaliningrad nach Klaipeda (oh mein Gott was eine (Tor)tour)…

…nach Liepaja zum Privatstorch…

…über Lettlands Hauptstadt Riga nach Tuja direkt am Strand…

…über Kaunas an den einsamen Masuren See mit seinen Fröschen…

…und dann über Thorn und Berlin noch an den Waschbär-Edersee…

…jetzt nach 4052 km sind wir wieder zuhause und um viele Erfahrungen reicher… ein komisches Gefühl ist es unsere Sachen auszuräumen, die Staufächer leer zu räumen und die Betten abzuziehen… Pedro ist uns nun noch sehr viel mehr ans Herz gewachsen wie schon zuvor… wir mögen ihn garnicht so leer und allein draußen lassen…

…t -46 Tage & 19 Stunden

…KM 3791… Endzeit…

… was hier nachts auf dem Platz abgeht hat was von einer Mischung auf Gremlins und den Panzerknackern… hier ist wirklich nichts sicher vor diesen lustigen kleinen Gesellen…

…der Platz leert sich rapide ein den Morgenstunden… es ist Sonntag und so sind wir bald fast allein hier…

…im Nachmittag geht es nach Vöhl… dort ist ein Fest zum 875 jährigen Bestehen des Ortes… wirklich süß gemacht dieses Dorffest mit vielen schönen Details und allerlei netten Ständen…

…zugegeben der Weg hier hoch mit dem Rad war beschwerlich aber es ist eine nette Abwechslung zum Campingplatz hier ein paar Stunden zu verbringen..

…es ist heiß heute und so ist das Kind froh über etwas Abkühlung…

…es ist der letzte Abend unseres Urlaubs… das ist unglaublich… wie schnell dreieinhalb Wochen doch rum sind… am Mittwoch hat uns der Alltag schon zurück… die Vorstellung ist irgendwie surreal…

…beim hochladen des Blogs versagt dann auch noch unser letzter Hotspot… das Netz hier ist leider so lahm, dass ich nichtmal in der Lage bin den Blog zu posten… DAS hat es selbst in Chile nicht gegeben aber nun gut… dann ist das so…

…am Abend fallen wieder die Gremlins über den Platz her und diesmal kommen Sie so nah, dass man sie fast anfassen könnte… total süß… sobald wir ein Rascheln im Gras hören machen wir die Taschenlampe an… es ist wirklich zu süß wie die kleinen Monster hier Nachts den Platz in Beschlag nehmen… also wenn man es als Gast sieht… die Leute die immer hier sind sehen das sicher anders… denn die Waschbären machen viel kaputt und fressen alles was sie zwischen die kleinen Fingerchen bekommen…

…später dann lernen wir noch den Wächter der Gremlinhölle kennen… oder sowas… das Rascheln ist lauter wie das was sonst die Waschbären verursachen… und auch das Schnaufen klingt irgendwie anders…

…ich schalte die Taschenlampe ein und sehe zunächst nur leuchtende Augen… aber das ist kein Waschbär… die Augen sind höher und weiter auseinander…

…beim zweiten Blick erkennt man tiefschwarzes Fell… viel Fell… ein großes Tier steht dort und schaut uns an…

…es ist ein Hund… oder sowas… wir bewegen uns nicht…

…er schaut…

…wir schauen…

…er schaut…

…dann senkt er den Kopf und folgt weiter seiner Fährte…

…wir atmen auf…

…KM 3791… die Gremlins sind los…

…überall rumpelt es und kracht und faucht… man kommt sich vor als wäre man von wütenden Gremlins umgeben… es ist fast etwas beängstigend… die Waschbären stellen hier ALLES auf den Kopf… ständig fällt irgendwo irgendwas um… ich befürchte das wird eine unruhige Nacht…

…(da hat gerade einer die Vorräte der Nachbarn geplündert… ich versuche heute noch ein besseres Foto zu machen)

…die klettern durch Bäume und über alles… ständig leuchten irgendwo Augen in der Nacht… und dann sitzt so ein Gremlin auf einmal direkt neben meinen Stuhl… ich lasse einen Brüll los vor Schreck… die Frage ist wer sich nun mehr erschrocken hat…

…es hat den Eindruck als wären hier wirklich hunderte von diesen Viechern unterwegs… sowas hab ich noch nie erlebt… auch noch nie erlebt habe ich, dass die Milchstraße so wunderschön über unserem Pedro steht… leider habe ich nicht wirklich das passende Objektiv dafür hier…

…am Morgen ist der Gremlin-Spuk vorbei und zumindest bei UNS nichts passiert… die Vorräte der Nachbarn sind über den halben Platz verteilt…

…gegen Mittag brechen wir auf zum See…

…durch den See gehen wir, wo sonst die Asel Fähre fährt hoch bis Asel… schwimmen fällt offensichtlich auch aus… genau wie Tretboot und Fähre fahren… Normalerweise steht die Brücke unter Wasser…

…der Ort lag früher im jetzigen Stausee und wurde umgesiedelt… die Fundamente und Reste des alten Ortes sind noch gut zu erkennen…

…jetzt gehe ich wieder Gremlins jagen…

…KM 3307 – 3791… Edersee…

…komische Dinge gehen hier ab des nachts auf dem alten Stasi-Gelände… Autos die mit laufendem Motor bis spät nachts sinnlos rum stehen… irgendwer ist auch um das Wohnmobil geschlichen in den Morgenstunden… naja… die dreckigen Handtücher die zum trocknen draußen hingen hat jedenfalls keiner geklaut…

…wir frühstücken noch bei Mike in der Werkstatt und dann geht es auch schon wieder weiter… der Hund guckt traurig zum Abschied und dann sind wir wieder auf der Straße…

…mit grandiosen 40 km/h tuckern wir die Berge auf der A7 vor Kassel hoch… ein Traum… wir lachen… die LKWs hupen… nun ja… dann geht es noch ein gutes Stück über Land… zumindest ist die Gegend schön aber wir haben langsam genug von Fahren…

…der Tag ist lang und wir erreichen erst gegen 19 Uhr den Campingplatz… das war unsere längste Etappe…

…hier schaffen wir es tatsächlich zum ersten Mal in unserem Urlaub zu Grillen… wunderbar…

…Wasser ist offensichtlich nicht viel im See… die Fähre zum anderen Seeufer jedenfalls steht ziemlich trocken…

…jetzt warten wir nur noch auf die Waschbären… die nachts hier zu Hauf über den Platz laufen sollen…

…KM 2909 – 3307… Berlin Berlin… naja fast…

…der Platz in Thorn ist laut, da er unmittelbar an Hauptstraße und Bahnhof liegt… so sind wir zeitig unterwegs auf unserer zweitlängsten Etappe heute… bis zur ersten Baustelle mit Ampelmännchen…

…im Gegensatz zu Chile bekommen die hier in Polen aber keine wetterfesten Häuschen… dafür muß man auch keine 30 Minuten auf Weiterfahrt warten…

…eine ganze Weile fahren noch über endlose Landstraßen bis wir dann kurz vor Posen auf die A2 in Richtung Berlin fahren… es ist ein komisches Gefühl wieder zurück nach Deutschland zu kommen… würde es nach uns gehen wären wir einfach immer weiter gefahren…

…nach etlichen Kilometern die wir nun durch Polen gekurvt sind muß ich wirklich sagen, die Straßen sind top!!! Ganz im Gegensatz zu dem was man so liest in vielen Blogs ist alles recht gut ausgebaut… es gibt natürlich Ausnahmen aber grundsätzlich sind die Straßen gut…

…kurz vor Berlin fahren wir ab in Richtung Gosen… wenn man schon auf der Durchreise ist kann man auch einen lieben Freund besuchen… und so machen wir Halt bei Mike von Rough Cycles…

…die Werkstatt liegt auf einem alten Stasi-Gelände direkt am Seddinsee… wunderbar… ein altes Schwimmbad gibt es auch noch als i-Tüpfelchen…

…wir gehen schwimmen im See und machen ein paar kitschige Fotos… es ist wirklich traumhaft hier… fast zu schade für die Durchreise aber nun ist es wohl so…

…es gibt gute Gespräche, Pasta und Bier… besser kann ein Abend kaum ausklingen… auch wenn man gefühlt noch Stunden hätte so sitzen können und Geschichten erzählen…

…KM 2564 – 2909… Torun…

…in der Nacht beginnt es zu regnen… naja eigentlich schüttet es wie aus Eimern… die Regentropfen sammeln sich im dichten Blätterdach der Erlen und trommeln lautstark auf unser Dach… prima… schlafen Fehlanzeige… so sind wir am Morgen alle ziemlich gerädert… und es regnet immer noch…

…so verlassen wir unseren See früh… beim starten macht unser alter Diesel eine dicke Qualmwolke, was mir direkt wieder einen Schreck einjagt… der ist aber nichts im Vergleich zu dem Schreck, als wir beim Rangieren zwischen den Bäumen einen selbigen nur um Haaresbreite verfehlen… mir bleibt fast das Herz stehen… nie mehr Rangieren ohne Blickkontakt… DAS war uns eine Lehre… nass, kalt und verschreckt verlassen wir also den Platz… also ich… die Anderen sind nur nass…

…wir fahren Richtung Thorn… 10:30 Uhr… nach gerade mal 60 km kotzt das Kind ins Auto… fängt echt gut an der Tag…

…100 km später fühlt auch mein Magen sich nicht mehr wirklich wohl… warum? Man weiß es nicht…

…heute haben wir eine lange Etappe von ca. 330 km über Land durch allerlei Dörfchen und so kommt es, dass wir erst nach 6,5 Stunden Thorn erreichen… wir sind stehend ko!

…im ersten Augenblick besticht Thorn (Torun) nicht gerade mit seiner Schönheit…

…aber die UNESCO Weltkulturerbe-Stadt an der Weichsel hat durchaus beeindruckende Eckchen…

….von Stellplatz aus ist man schnell in der mittelalterlichen Altstadt…

…erstmal geraten wir mitten in eine polnische Messe und dann geht es weiter durch die Stadt…

…wunderschön sind die alten Gebäude… und alles wie eh und je von einer Stadtmauer umringt…

…wir suchen uns ein Restaurant und beobachten das bunte Treiben in den Strassen… etwas verwundert stellen wir fest, wie voll es doch für einen Wochentag ist…

…offensichtlich findet hier gerade ein Festival statt, mit Lichtinstallationen von Alexander Reichenstein und vielen anderen Dingen… die Altstadt ist gerammelt voll…

…KM 2564… wundervolle Masuren-Seen…

…Frösche… Frösche… Frösche und Mücken… noch mehr Frösche… die Kinder bauen Froschbecken und haben Spaß für drei… warum am Morgen alle Frösche verschwunden sind wirft Fragen auf… aber nur kurz, dann werden neue gefangen…

…wir gehen erstmal schwimmen und machen Kaffee… gibt es etwas schöneres als am Morgen zuerst einmal im See oder Meer schwimmen zu gehen… einfach toll… und danach erst über irgendetwas anderes nachdenken… selbst der Kaffee kann warten dafür…

…die Aussicht von der Hängematte in die Baumkronen der Erlen ist wunderbar und schattig und schön und man hört nichts außer ein paar Vögeln…

…eine Bootstour gibt es auch… naja eigentlich zwei… erst eine mit dem Kanu und dann eine mit dem Tretboot, bei der dann das Kind der Captain sein darf… wunderbar ruhig und friedlich ist der See… wir sind ganz verliebt…

…Faultiere gibt es in Polen offensichtlich auch…

…leider ist es zu Abend bewölkt und froschlos… traurig für Kind und Mutter… dafür wird nochmal geduscht… auch gut…

…der Platz füllt sich wieder ein wenig, dennoch sind wir traurig morgen weiter zu müssen… es war schön hier…

…KM 2355 – 2564… Rozynsk – Masuren…

…die Nacht ist unruhig zwischen Autobahn und Mückenschwärmen, so sind wir früh wach und nach dem morgendlichen Kaffee schnell wieder unterwegs und flüchten vor der Aussicht auf Kaunas Plattenbauten…

…ohnehin ist es viel zu heiß und schwül hier… bloß weg in Richtung Polen ins Seengebiet und ab ins Wasser… wir schwitzen… noch volltanken für 1,03 Euro der Liter Diesel… die Tankfüllung für 65 Euro… das hatten wir auch noch nicht…

…in der Autobahnbaustelle fahren die Baufahrzeuge einfach mal eben so über die Fahrspur und sowas wie Auffahrten gibt es auch nicht überall, so dass da schon mal ein LKW wie an einer Vorfahrtstrasse steht um auf die Autobahn zu fahren… kann man mal machen… muß man aber nicht…

…wir sind langsam… aber das macht uns nichts…

…und nichts gibt es hier ziemlich viel…

…quer durch Litauen und zurück ins schöne Polen mit seinen Kirchen…

…wir fahren bis zu einem kleineren See in den Masuren… hier gibt es wirklich NICHTS… also außer See und Landschaft… durch lange Alleen gelangen wir zu einem wunderbar abgelegenen Campingplatz…

…hier hört man auch NICHTS… nur die Vögel und das Wasser… keine Autos, keine Menschen… kein Nix… perfekt… hier sind außer uns gerade mal drei Camper auf einen riesigen Grundstück direkt am See gelegen… wieder mal alles richtig gemacht würde ich sagen…

…zum Abend regnet es leider ein wenig aber bei der Aussicht kann man das dann doch ganz gut ertragen…

…hier kann man es schon aushalten… in der Tat..

…gegen Abend füllt sich der Campingplatz etwas, was bei der Größe des Platzes aber garnicht wirklich auffällt… die Mücken jedenfalls haben so mehr Auswahl und wir hoffentlich so weniger Stiche…

…der Regen hält noch etwas an aber wen stört das schon… als Entschädigung gibt es Regenbogen, Frösche und einen weltklasse Sonnenuntergang… wirklich traumhaft… du wunderschönes Polen 🖤

…KM 2015 – 2355… Kaunas…

…der Wecker geht um acht nach einer unruhigen Nacht… offensichtlich wollen mich meine Dämonen derzeit nicht zur Ruhe kommen lassen… wir packen ein und nach ein paar Startversuchen entscheidet sich auch Pedro zur Weiterfahrt in Richtung Litauen…

…es stimmt ein wenig traurig, dass wir uns nun auf dem Rückweg befinden auch wenn wir erst in acht Tagen zuhause sein wollen…

…bei Riga kommen wir an einem riesigen Wasserkraftwerk vorbei… ein wirklich beeindruckendes Bauwerk… auch vorbei kommen wir an den Plattenbauten der Vororte und vielen süßen kleinen Häuschen…

…an die Kreisverkehre, Ampeln und Fußgänger auf Autobahnen werde ich mich allerdings nicht mehr in diesem Urlaub…

…dann verlassen wir Lettland… wehmütig aber froh hier eine so tolle Zeit verbracht zu haben… die alten Grenzübergänge sind heute Raststätten… und schon befinden wir uns in Litauen…

…Kühe werden übrigens hier nicht auf umzäunten Weiden gehalten, sondern irgendwo zum grasen angepflockt…

…weiter fahren wir wieder über endlose Landstraßen…

…vorbei an angepflockten Kühen… Linsenfeldern und Hanf… ja, hier wird in weiten Teilen des Landes Hanf angebaut… industrieller allerdings wohl, obwohl Cannabis hier zu medizinischen Zwecken legal ist seit letztem Jahr…

…dann erreichen wir Kaunas…

…wir fahren mit dem Rad in die Altstadt… dann wird gegessen und gestritten…

…die Ente war super… der Rest nicht so und ich möchte auch nicht weiter darauf eingehen… es gibt eben solche und solche Tage… heute ist wohl kein guter… morgen ein neuer…

…ich hätte gern mehr Fotos von dieser schönen Stadt gemacht aber sei’s drum…

…ich habe übrigens den ganzen Urlaub noch nicht soviele Mücken auf einem Haufen gesehen… der Wahnsinn…

…KM 2015… life ist very much better at the beach…

…die Campingplatzkatz kommt zum Frühstück… offensichtlich schmeckt unser Futter besser als die Mäuse…

…heute ist Faulhaufentag… eigentlich wollten wir noch die Gegend erkunden aber das Kind muß Staudammprojekte mit seinem neuen Freund umsetzen und so müssen wir notgedrungen im Schatten sitzen mit Blick aufs Meer und Bier trinken…

…ganz schlimm…

…bis zur Dusche schaffen wir es dann aber schon noch… das Duschhaus ist toll gemacht und super sauber… das sind wir jetzt auch…

…schon wieder ist es horizontlos hier… wunderschön…

…wir unterhalten uns eine Weile mit den Nachbarn aus Köln, die mit einem gemieteten Wohnmobil unterwegs sind und von Riga aus fliegen werden… ihr Sohn ist erstaunt, dass man den ganzen weiten Weg hierher auch fahren kann… vor allem mit so einem alten Auto… wobei wir feststellen mussten, dass sehr viele hier mit ähnlich alten Fahrzeugen unterwegs sind… trotzdem ist unserer Pedro wie immer der schönste auf dem Platz…

…Abendessen gibt es auf dem Platz, da für den Tag + ja nun nicht eingekauft wurde… gerade mal 30 Euro zahlt man hier für Vorspeise, drei Hauptgerichte und Getränke…

…und dann bleibt uns noch ein letzter Sonnenuntergang am Meer zum Abschied…

…KM 2015… life is better at the beach…

…vor dem ersten Kaffee schon ins Meer springen… ein Traum… leider ist das Wasser so kalt, dass meine Waden schmerzen und ich schulterzuckend kehrt mache…

…dennoch ist es wundervoll direkt am Meer wach zu werden, aus dem Bett aufs Meer zu schauen und das Rauschen der Wellen zu hören…

…nach dem Frühstück gegen elf machen wir eine kleine Radtour in den Ort und an der Küste entlang… ganz traumhaft die ganzen Häuschen und Hütten… einiges ist leider verlassen und verfällt aber vieles ist ganz liebevoll gestaltet und wunderschön ist dieses Land…

…sogar ein Plumpsklo kann man gut in Szene setzten…

…zu dem alten Leuchtturm am Strand kommen wir leider nicht aber die Tour war dennoch schön und interessant… bis zur Küste ist hier alles bewaldet und so fahren wir über Schotterpisten durch Märchenwald vorbei an Hexenhäuschen… ganz wunderbar… es wirkt als wäre die Zeit hier stehen geblieben…

…einen kleinen Supermarkt gibt es auch im Ort…

…und dann verschwindet der Horizont…

…die Lichtstimmung ist der Hammer… wir können uns garnicht satt sehen und das Wasser hat nun auch wieder eine annehmbare Temperatur, so dass man schwimmen gehen kann… leider hat der Wind gestern das Wasser so aufgewühlt, dass der ganze Strand voll von Algen ist… aber egal… die beißen nicht…

…außerdem haben wir beschlossen morgen noch nicht weiter zu reisen… es ist einfach zu schön hier und die Zeit lässt es locker noch zu…

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